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Giftiges Marketing

«All great marketing will appeal to tribes. Traditional marketing is dead. […] some techniques just alienate customers.» Patrick Dixon

Das ist die grosse Schwäche vieler Organisationen.
Den aufmerksamen Beobachtern zeigen sich unzählige Beispiele.

Es führt zu selbstverursachter Volatilität und Underperformance – 
und ist gleichzeitig ein Geschenk für andere.

Es soll hier deutlich erwähnt sein, denn Kontrast hilft Haltung anzunehmen, und bei Interesse, die Dinge neu zu beurteilen. 

Schauen Sie genau hin.

Marke verkörpert ideelle Energie, die andauernde Bindungskraft auslösen kann. 

Diese strategische Absicht fehlt dem klassischen Marketing, das – oft ohne Rücksicht auf Verluste – vor allem auf die schnelle Transaktion aus ist und opportunistisch sein Gesicht ändert. Es fokussiert auf das Hier und Jetzt und ignoriert dabei grosszügig, dass es so die Möglichkeit für exponentielles Wachstum systematisch unterbricht. Folglich beginnt, zur Freude und im Eigeninteresse des modischen Marketinggeschäfts, alles wieder von vorne.

Das zeigt deutlich: Viele Unternehmen wissen nicht, woran sie ihre Kommunikation ausrichten sollen. Sie orientieren sich deshalb vor allem an dem, was andere tun und nennen es dann vor lauter Euphorie und vermeintlichem Selbstschutz Best Practice. Ein verführerischer Begriff, der im schlechtesten Fall das ganze System gefährden kann.

«The opinion of 10'000 men is of no value, if none of them know anything about the subject.»

Marcus Aurelius

«Gut ist, was gefällt», nicht?

Der natürliche Hang des Menschen, sich mit einem Bedeutenderen in Vergleich zu stellen, ist eine weitere anthropologische Konstante.

Frei nach Immanuel Kant: «Ein Gesetz dieser Nachahmung, um bloss nicht geringer zu erscheinen als der Andere […] heisst Mode. Diese gehört also unter den Titel der Eitelkeit, weil in der Absicht kein innerer Wert ist. […] ein Zwang […] sich durch blosses Beispiel leiten zu lassen.»

Das klassische Marketing tut genau das: Es versucht mit allen Mitteln verzweifelt zu gefallen und bedient sich dazu gerne systemfremder, modischer Mittel. Dies wiederum entfernt nicht nur zwangsläufig von der eigenen Besonderheit, sondern irritiert auch die eigene Markengemeinschaft, die sich mit dem zuvor gültigen Stil identifiziert hat.

Was nicht zur eigenen Wesensart passt, ist Gift für das System. Dazu nochmals Immanuel Kant: «Nichts ist verächtlicher als das Nachgeahmte.»

Derjenige, der nur kopiert, wird nie verstehen, warum etwas so oder so sein soll. Eine Kopie hat keine Substanz und birgt somit auch kein Wissen, an dem zukünftige Entscheidungen gewertet werden können.

Wer nach «gut ist, was gefällt» operiert, unterliegt der Beliebigkeit. Ein solches Verhalten zeugt von einer Gleichgültigkeit gegenüber jeder Wert-Verbindlichkeit, wie auch von wenig Selbstachtung.

«Above every employee who doesn’t seem to care about their work there is usually a manager who doesn’t care about them.» Simon Birkenhead

«If you think and act like a typical manager around creative people, you will quickly kill their talent.» 

Bernard Arnault, *1949

Neumeier, M. 2006
The Brand Gap
How to bridge the distance between business strategy and design

Neumeier, M. 2009
The Designful Company
How to build a culture of nonstop innovation

Otte, T. 2014
Selbstähnliche Unternehmensführung

Birkenhead, S. 2021
Managing People

Housel, M. 2024
Same as Ever
What never changes in a changing world

© 2000 - 2026 Pfyl Markengestaltung

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